Es gibt immer eine Vorgeschichte

Eine mehrmonatige Weltreise bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Nicht nur, dass man verschiedene Länder, Kulturen und Gebräuche erleben kann, neue Sprachen lernt und neue Bekanntschaften macht, sie gibt einem auch die Möglichkeit, sich Zeit zu nehmen. Zeit um Vergangenes zu reflektieren, aber auch Zeit, um sich über die eigene, aber insbesondere auch um die gemeinsame Zukunft Gedanken zu machen. So zum Beispiel auch zum Thema Kinderplanung. Das wir gerne Kinder haben möchten, darüber waren wir uns ziemlich schnell einig. Nur beim Thema „Wann?“, da gingen unsere beiden Meinungen relativ weit auseinander. Für mich war schon früh klar, dass ich so schnell wie möglich Vater eines Kindes werden möchte. Andrea hatte ihrerseits Bedenken, was vor allem die weitere Karriereplanung (Doktorarbeit, dabei hauptsächlich im Labor) angeht. Da Andrea jedoch – Stand heute – hoffen kann, bei einem höchst verständnisvollen (angehenden) Professor unterzukommen, konnten wir diese Bedenken um einen Promotionsstelle relativ schnell ad acta legen.

Und so begleitete uns die „Kinderfrage“ über die ersten Monate unserer Reise in immer wiederkehrenden Gesprächen. Richtig weichkochen konnte ich sie bis zu unserem Neuseeland-Aufenthalt nicht, auch wenn ich ihr ein paar Zweifel (Frage, ob Beziehung und wir als Persönlichkeit überhaupt bereit waren; Gefahren auf unserer Reise; Kinderwunsch nur ein Gehirnfurz von mir!? etc.) mittlerweile austreiben konnte. Wir hatten ja auch noch nie zusammen gewohnt, und da wollte sie die gemeinsame Zeit erst mal genießen und vielleicht auch testen, ob wir im wahren Leben „sozial kompatibel“ und verträglich sind…

Freunde sind ja bekanntlich auch dafür da, die Ängste und Sorgen miteinander zu teilen. Da kam es für uns ganz recht, dass wir für 2 Wochen mit Alex und Danny in Neuseeland nicht nur einen Camper, sondern auch viele Gesprächsthemen teilten. Wir weihten also die beiden in unsere Überlegungen ein. Sie konnten unsere Bedenken sehr gut nachvollziehen,  bestärkten aber am Ende selbst Andrea, dass es „den perfekten Zeitpunkt“ eh nicht gäbe und wir es doch einfach drauf ankommen lassen sollten – wann auch immer dieser Zeitpunkt (der nun aber nicht mehr allzu fern schien) nun sein würde. Nachdem Andrea auch mit ihren Eltern über die „Kinderfrage“ gesprochen hatte und sich deren Unterstützung gewiss sein konnte, ging es um die Planung. Hört sich unromantisch an, aber so ganz unvorbereitet möchte man sich doch nicht in solch ein Abenteuer stürzen, denn schließlich geht es hierbei um eine Entscheidung, die unser Leben maßgeblich beeinflusst. Schließlich wurde das Internet durchstöbert, E-books runtergeladen und gelesen, Pros und Kontras abgewogen, Terminplanungen vollzogen und wenige Zeit später stand fest: Let’s go!!!

Nach der Planung folgt bekanntlich die Umsetzung. Ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, aber es ging dann doch schneller als erwartet. Wer kann denn ahnen, dass es gleich beim ersten Versuch klappt. Ich hatte Andrea ja noch im Spaß gewarnt, dass sie meine Zeugungsfähigkeit nicht unterschätzen soll, aber sie wollte ja nicht auf mich hören…

Es folgt nun das erste offizielle Bild unseres Kiwis.

Sven

P1210360

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4 Antworten zu Es gibt immer eine Vorgeschichte

  1. Mareike schreibt:

    Also, das ging mir am Ende dann durch meine phänomenale Fähigkeit meine Fantasie einzusetzen dann doch nen bisschen zu weit ins Detail, mit der Umsetzung, ABER dennoch: Herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, es wird nen Junge 😉

  2. Moni schreibt:

    Na das sind ja Neuigkeiten! Glückwunsch!!!

  3. Racim schreibt:

    Ich gratuliere euch beiden. Hab gerade erst beim durchstöbern eures Blogs von der frohen Kunde erfahren. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß noch beim Reisen ihr drei 🙂

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