Bolivien

Länderdaten:

  • Einwohner: 10.907.778 Millionen
  • Fläche:  1.098.581 km² (ca. 3-mal so groß wie Deutschland)
  • Staatsform: Präsidialrepublik (Staatspräsident Evo Morales, 1. indigener Präsident Boliviens)
  • Staatssprache: Quechua, Aymara, Guaraní, Spanisch und 33 weitere indigene Sprachen
  • Hauptstädte: Sucre (laut Verfassung), La Paz (Regierungssitz)
  • Währung: Bolivianos
  • BIP (PPP):  4.789 US $ (Deutschland: 43.742 US $)
  • Religion: Die Bevölkerung Boliviens gehört zu 92 % der Römisch-Katholischen Kirche an, 5 % besteht aus Anhängern der Evangelical Methodist Church of Bolivia und anderer Glaubensrichtungen
  • Geographie: Bolivien wird von zwei großen und weit auseinander liegenden Ketten der Anden durchzogen, deren Höhe bis über 6500 m reicht. Dazwischen liegt das zentrale Hochland, das 3000 bis 4000 m hohe Altiplano. Dieses bis weit in das Nachbarland Peru reichende und im Süden den Nordwesten von Argentinien einschließende Gebiet ist das eigentliche Kernland, in dem rund 80 Prozent aller Bolivianer leben, obwohl es nur etwa ein Drittel der Fläche Boliviens ausmacht. Zwischen dem Ostabhang der Anden und dem Ostbolivianischen Bergland erstrecken sich die Yungas in einer Höhe zwischen 1200 und 1800 m ü. NN.
  • Bevölkerung: Rund 60% der Einwohner berufen sich auf ihre indigene Identität (die meisten davon leben in der kalten altiplano-Region). Der Lebensstandard der meisten Bolivianer ist alarmierend niedrig. Zwar ist Bolivien eins der rohstoffreichsten Länder Südamerikas, zugleich aber auch eins der ärmsten. Schlechte Wohnbedingungen, unzureichende Ernährung, wenig Aussichten auf eine gute Bildung und mangelhafte sanitäre und Hygienebedingungen bestimmen vielerorts den Alltag.
  • Land der Superlative:
    • Lago Titicacasee – höchste beschiffbare See der Erde
    • Salar de Uyuni – größte Salzsee der Welt
    • Chacaltaya (5.200m) – höchste Skigebiet der Welt
    • La Paz – höchstgelegene Metropole (3.700m) der Erde
    • Airport El Alto – höchste gelegenen Verkehrsflughafen der Welt
    • Potosi – im 17. Jh. eine der größten und zudem reichsten Städte der Welt
    • Death Road – die gefährlichste Straße der Welt
  • Koka-Ritual: Das Zerkauen von Kokablättern ist ein wichtiges Ritual in den Kulturen der Anden­­­. Es soll gegen Müdigkeit, Hunger und Kälte sowie gegen die Auswirkungen der Höhenkrankheit helfen. Nachdem die USA jahrelang gegen die Koka-Pflanze (Grundlage von Kokain) in Bolivien vorging, schmiss der neue Präsident Evo Morales die Drug Enforcement Agency (DEA, Drogenbekämpfungsbehörde) 2008 einfach aus dem Land und setzte sich wieder für den Anbau der Koka-Pflanze ein
  • Geschichtliches: Das Gebiet des heutigen Bolivien wurde von verschiedenen Kulturen besiedelt. Es wurde im 15. Jahrhundert Teil des Inka-Reiches. Als die Spanier im 16. Jahrhundert das Land eroberten, wurde es Teil des Vizekönigreiches. Ab dem 16. Jahrhundert beuteten die Spanier die Silberminen von Potosí aus. Der Kampf um die Unabhängigkeit begann 1809. Bolivien blieb jedoch spanische Kolonie bis eine internationale Unabhängigkeitsarmee unter Antonio José de Sucre im Auftrag Simón Bolívars im Jahre 1825 die Unabhängigkeit militärisch durchsetzte. Anschließend wurde das Land nach Bolívar benannt. Bolivien ist damit weltweit der einzige Staat, dessen Namenspatron eine zum Zeitpunkt der Benennung noch lebende Person war. Nach der Niederlage im Peruanisch-Bolivianischen Konföderationskrieg gegen Chile und Argentinien (1836–1839) zerfiel die Administration von Santa Cruz. Im Salpeterkrieg (1879–1883) verlor Bolivien große Teile des seit der Unabhängigkeit umstrittenen Territoriums mit Zugang zum Pazifik endgültig an Chile. Im Chacokrieg (1932–1935) verlor Bolivien riesige Landesteile im Süden an Paraguay. In den folgenden Jahren begann der Niedergang aufgrund der Kriege und ökonomischer Verkäufe. Zudem war das 20. Jh. durch politische Instabilität, insbesondere durch eine Reihe repressiver Militärregierungen gekennzeichnet. 2005 kam schließlich der Anführer der Kokabauern, Evo Morales – seines Zeichens erster indigener Präsident Südamerikas – mit einem Erdrutschsieg an die Macht. Er versprach, die traditionelle politische Klasse zu verändern und der armen Mehrheit des Landes mehr Macht zugeben. Die radikalsten Veränderungen für Bolivien bescherte allerdings der Januar 2009, als 67% der Bevölkerung die neue Verfassung annahmen, die der indigenen Mehrheit mehr Rechte zuspricht.

Unsere Route:

Unsere Highlights:

  • Choro-Trek: In drei Tagen von den schneebedeckten 5000ern des Altiplano bis runter in die üppige Vegetation der Yungas in Coroico (1700m)
  • Sucre: In Boliviens Hauptstadt durch das koloniale Zentrum, seit 1991 Unesco Weltkulturerbe, schlendern
  • Potosi: In der höchstgelegenen Stadt der Welt die Silberminen besuchen und das damit verbundene Elend der Arbeiter erleben
  • Tupiza: Zu Pferd, zu Fuß oder mit dem Rad die rote Felslandschaft rund um den hübschen Ort erkunden
  • Salar de Uyuni: Sich in die surreale Salzwüste wagen und sprudelnde Geysire, hoch aufragende Vulkane und farbige Lagunen auf sich wirken lassen

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