Quilotoa-Rundwanderung

Da ja jeder von uns seinen eigenen Leidenschaften nachgeht, war ich nun wieder an der Reihe. Andrea’s Knie hätten wahrscheinlich ihr Veto abgegeben, als es um unser nächstes Highlight ging: der Quilotoa-Rundwanderung. Von vielen Reiseführern als die vermeintlich schönste Wanderung in Ecuador beschrieben, geht dieser 4-tägiger Trip von Zumbahua über Quilotoa (und seinem gleichnamigen Vulkan) nach über 40km bis nach Sigchos. Ecuador Wanderguide von Rother (sehr zu empfehlen auch für andere Länder/Regionen) und Karte des IGM (Institutio Geografico Militario) eingepackt, wollten wir eigentlich nur aus dem Bus springen und loswandern. Stattdessen hatte unser 10-jähriger Buskontrolleur trotz mehrmaliger Erinnerung vergessen, uns Bescheid zu geben, wann wir aussteigen sollen. Statt über Felder und Schluchten, mussten wir nun die Landstraße nach Quilotoa nehmen. 12,7km entlang eines riesigen Canyons, trockener Steppe und zahlreichen Lamas, Schafen oder Schweinchen. Auf knapp 3.800m angekommen, wartete eine super Unterkunft mit Ofen und gemütlichen Steppbettdecken (das erste Mal unserer Reise) auf uns. Bevor wir es uns jedoch gemütlich machten, wagten wir erst mal einen  in den Blick in den Krater. Und wurden dann plözlich vom ersten Regen seit Mai gestoppt…

Wie wir mittlerweile wissen, hat der Krater einen Durchmesser von 3km. Für alle Nicht-Mathe-Genies, das macht einen Umfang von fast 10km. Unser Guide veranschlagt für eine Umrundung gut 5 Stunden. „Warum zur Hölle soll diese Wanderung so lange dauern“, war unsere einheilige Meinung. Am zweiten Tag wurden wir dann eines besseren belehrt. Dennoch war es eine lohnende Umrundung mit spektakulären Ausblick, auch wenn der ein oder andere Anstieg nicht hätte sein müssen. Nachdem wir den Krater jedoch verlassen hatten, warteten weitere Stunden bis zu unserer Unterkunft in Chugchilan, was Körper und (bei manchen auch Geist) ziemlich zu schaffen machten. Am nächsten Tag wanderten wir schließlich mit einem Berliner Pärchen weiter durch Berg und Tal zu unserer letzten Unterkunft.  Sie waren auch der Grund, warum wir uns gegen die letzte 3-stündige Wanderung am Tag vier und für eine Fahrt mit dem Milch-Truck entschieden haben. Mit einer „Rallyefahrerin“ auf die selbst Colin McRae stolz gewesen wäre, ging es auf bis zu 4.000m, um die frische Milch der einzelnen Farmer einzusammeln. Andrea: „Und so reisten wir auf wilden Wegen, mit Wind in unserem Haar und der Freiheit unter unseren Füßen zu unserem letzten Etappenziel und zurück nach Latacunga.“

Sven

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2 Antworten zu Quilotoa-Rundwanderung

  1. Pingback: Die neuesten Einträge – 28.09.2012 | Iddy erobert die Welt

  2. Der Lutz schreibt:

    Ich dreh durch,wenn ich noch mal das Wort GEMA lesen muss,anstatt euch zu sehen!🐗💨💩Aber ich bin mir sicher,dass es sehr eindrucksvoll ist!😉VLG auch von Anja…noch ist es ruhig😉

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