Granada & Isla de Ometepe

Nachdem ich mich von meinem kleinen Infekt erholt hatte, brachen wir schließlich auf nach Granada – eine wunderschöne Kolonialstadt, die nicht nur durch die Lage am Lago de Nicaragua deutlich touristischer ist als León. Die Gebäude waren insgesamt viel besser erhalten oder renoviert. Da die Fähren zur Isla de Ometepe nur 2-mal in der Woche fahren, blieb uns nicht mal ein kompletter Tag, um durch die Straßen zu schlendern, den herrlichen Blick über die Stadt zu genießen und die Tickets für unsere Überfahrt zu kaufen. Ansonsten bietet Granada auch einen perfekten Ausgangspunkt für zahlreiche Exkursionen. Vulkanwanderungen, Kayak-Touren oder Übernachtungen in Baumhäusern, für jeden ist hier etwas dabei.

Unser Entschluss stand jedoch, da wir nach dem Besuch der Isla de Ometepe ja auch gleich weiter nach San Carlos wollten, um von dort unsere Tour auf dem Rio San Juan bis zur Karibikküste zu starten. Schon hunderte von Metern vor der Insel wurden wir auf dunkle „Wolken“ über den Küstenbereichen und dem Hafen aufmerksam. Erst kurz vor dem Anlegen war uns jedoch klar, dass es sich nich um Rauchschwanen, sondern um riesige Schwärme von Insekten handelte. Es hatte schon ein bisschen was von „Lost“. Wir blieben zunächst 3 Nächte auf der Isla, eine Insel die durch 2 aus dem Wasser ragende Vulkane entstanden ist. Die Infrastruktur war dort beschwerlich bis nicht vorhanden und so zogen wir es wieder einmal vor, am Strand zu relaxen, Bücher zu lesen und Katzen zu beobachten. Schon am ersten Abend waren wir begeistert von 2 kleinen vermeintlichen Schmusekätzchen, die sich als exzellente Jäger herausstellten. Innerhalb von 10 Minuten wurden so eine riesige Spinne und ein Kröte in XXL-Format erlegt.

Gut erholt wollten wir uns dann am letzten Tag – gleichzeitig Nationalfeiertag in Nicaragua – auf dem Weg zum Hafen machen. Schon vorher hatten wir jedoch die unterschiedlichsten Auskünfte zur Abfahrt bekommen. Die einen meinten, die Fähre fährt sicher (ein Mann in Uniform an einem anderen Hafen der Insel), andere jedoch sagten, er fällt wegen des Feiertages aus – die nächste komme dann in 4 Tagen. Ohne viel Hoffnung fuhren wir dennoch mit einem französischen Pärchen zum Hafen. Der Taxifahrer, der für eine Fahrt 20 Dollar kassierte, war sich natürlich ganz sicher, dass die Fähre ablegen würde. Aber nix da, keine Fähre und somit auch keine Fahrt auf dem Rio San Juan. Nach dem wir das geschluckt hatten, entschlossen wir uns, direkt nach Costa Rica weiterzufahren. Es sollte nicht das einzige Mal sein, dass sich unsere Pläne in Luft auflösten. Nach einer Nacht in einer gefängnisähnlichen Unterkunft in Rivas und 7 Stunden Fahrt, erreichten wir schließlich Costa Rica’s Hauptstadt San Jose.

Sven

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Eine Antwort zu Granada & Isla de Ometepe

  1. elala schreibt:

    oh man, ich bin soooo neidisch. ok. weitermachen!

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