Russland

Länderinfos

  • Ländername: Russische Föderation (Russland) – Rossijskaja Federazija (Rossija)
  • Klima: Von Nord nach Süd Übergang von arktischem zu kontinentalem Klima (trocken; sehr kalte Winter, warme bis heiße Sommer)
  • Lage: Im östlichen Teil Europas und im nördlichen Teil Asiens, mit Grenzen zu Norwegen, Finnland, Polen, der Mongolei, der VR China, Nordkorea, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland, Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan
  • Landesfläche: 17.098.200 Quadratkilometer (damit 57mal größer als Deutschland)
  • Hauptstadt: Moskau (11,97 Millionen Einwohner)
  • Bevölkerung: Einwohner: 143,3 Millionen (80,9 % Russen, 3,9% Tataren, 1,4% Ukrainer, 1,1% Tschuwaschen, 1,2% Baschkiren, 0,8% Armenier)
  • Landessprache: Russisch
  • Religionen: Christentum (russisch-orthodox), Islam, Judentum, Buddhismus
  • Nationalfeiertag: 12. Juni – Tag der Unabhängigkeit (Souveränitätserklärung der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik 1990), seit 2001 „Tag Russlands“
  • Regierungsform: Starke Stellung des Staatspräsidenten, föderativer Staatsaufbau
  • Staatsoberhaupt: Präsident der Russischen Föderation Wladimir Wladimirowitsch Putin,
  • Vertreter des Staatsoberhaupts: Regierungschef Dmitri Anatoljewitsch Medwedew
  • Bruttoinlandsprodukt 2012: 1.569 Milliarden Euro (gegenüber 1.364 Mrd. Euro 2011);  BIP pro Kopf 2012: 10.972 Euro
  • Wechselkurs: 1 Euro – 43,30 Rubel
  • Geographie: Auf dem Gebiet Russlands, das mit Abstand flächengrößte Land der Erde, befinden sich einige der längsten Flüsse sowie der älteste und tiefste Binnensee der Welt (Baikalsee); auch verfügt es über das größte Süßwasservorkommen der Welt (Baikal- und Ladogasee). Bis auf die Tropen sind alle Klimazonen vertreten. Russland umfasst elf Prozent der Weltlandfläche, das entspricht in etwa der Fläche Australiens und Europas zusammen. Von Westen nach Osten erstreckt sich Russland auf einer Gesamtlänge von über 9000 km.
  • Flora: Die Flora in der Tundra von Russland ist besonders von Moosen, Flechten und Gräsern bestimmt. Über zwei Fünftel des russischen Territoriums sind waldbedeckt, der größte Teil davon liegt allerdings in Asien. Im Süden von Russland erstrecken sich weite Waldgebiete der Taiga. Die Taiga besteht hauptsächlich aus Nadelbäumen. An einigen Stellen haben sich auch Laubbäume wie Birken, Pappeln, Espen und Weiden ausgebreitet. Ein beträchtlicher Teil des Landes ist zudem baumlos. In den Tiefebenen von Russland bestehen die Waldgebiete meist aus Mischwald. Weiter östlich im Bergland von Russland sind vor allem Waldsteppen vorherrschend.
  • Fauna: Das polare Klima an der Nordküste Russlands ist Lebensraum für Polarbären, Robben, Walrosse und Seevögel. In der sich südwärts anschließenden Tundra leben Polarfüchse, Eulen, Schneehasen und Lemminge. Im Sommer wandern große Herden von Rentieren und Wölfen in die Tundra ein. Diese Tiere sind an die lebensunfreundlichen Umstände dieser Zone perfekt angepasst. In den Wäldern von Russland nimmt die Artenvielfalt in der Tierwelt zu. So leben in der Taiga und den borealen Nadelwäldern Russlands Elche, Rentiere, Wölfe, Bären, Zobel, Eichhörnchen, Füchse und der Vielfraß. Weiter südlich haben sich Wildschweine, Nerze und Hirsche ausgebreitet. Vereinzelt gibt es auch Sibirische Tiger. Die Steppenzone Russlands ist der Lebensraum für Hamster, Ziesel sowie für den Iltis und den Steppenfuchs.

Geschichte:

  • Im 9. Jh: Gründung des Kiewer Reiches (später Kiewer Rus‘ genannt) – und damit die Grundsteinlegung Russlands.
  • Mongolenherrschaft (12. – 13. Jh.)
  • Der Aufstieg Moskaus (14. – 15. Jh)
  • 1547 wurde Iwan IV. (genannt der Schreckliche) zum Zar Russlands gekrönt. Mit ihm begann die Tradition zaristischer Herrschaft und Expansion
  • Nach dem Tod Iwans des IV. 1584 und der sich daran anschließenden Zeit der Wirren und Machtkämpfe wählte 1613 eine Reichsversammlung Michail Romanow zum neuen Zaren. Die Romanows herrschten bis 1917.
  • Zar Peter I. (der Große; Herrschaft 1682 bis 1725) trieb durch Reformen (Aufbau eines Heeres, Steuereinführung, Verwaltungsreformen, Schulaufbau) die innere Modernisierung des Landes voran.
  • Unter Katharina II. (die Große; 1762 bis 1796) eroberten russische Truppen große Gebiete am Schwarzen Meer
  • Im 19. Jh expandierte Russland weiter: Georgien, Bessarabien und Finnland wurden russisch. Russland beteiligte sich an den Befreiungskriegen gegen Napoleon, so dass es auf dem Wiener Kongress 1815 als Retter Europas eine wichtige Rolle bei der Festlegung der neuen Staatsgrenzen erhielt.
  • Die erste russische bürgerlich-demokratische Revolution fand 1905 statt. Unruhen und Streiks dehnten sich auf das ganze russische Reich aus. Im Februar 1917 kam es in Petrograd (heute: St. Petersburg) zu Massendemonstrationen und einem Generalstreik. Zar Nikolaus II dankte ab. Aber erst mit der russischen Revolution vom Oktober 1917 gelang es den Bolschewiki mit Lenin als Regierungschef, endgültig die Macht zu übernehmen.
  • 1922 wurde die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) gegründet. In den Folgejahren beherrschte Bürgerkrieg das Land.
  • Nach dem Lenin 1924 gestorben war, übernahm Josef Stalin die Macht. Autoritäres Denken und Handeln sowie Gewalt bestimmten seine Regierungszeit bis zu seinem Tod 1953. Millionen von Menschen fielen Verfolgungswellen zum Opfer, wurden in die Verbannung geschickt oder waren in Straflagern inhaftiert.
  • Trotz des Hitler-Stalin-Paktes von 1939, in dem die Interessensphären verteilt worden waren, überfiel Deutschland 1941 die Sowjetunion. Der bis 1945 andauernde Krieg kostete in Russland über 20 Millionen Menschenleben.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte zwischen der UdSSR, den Vereinigten Staaten und deren Alliierten der Kalte Krieg. Atomare Aufrüstung und Reise- und Kommunikationsbeschränkungen waren kennzeichnend für beide Seiten. Innerhalb der Einflusssphäre der Sowjetunion im gesamten Ostblock wurden Aufstände und Oppositionsbewegungen niedergeschlagen
  • 1985 wurde Michail Gorbatschow Regierungschef. Die Ära der Perestroika (Umgestaltung) und Glasnost (Durchsichtigkeit), der Reformen und Umstrukturierungen im politischen System begann.
  • 1991 kam es zu einem Putschversuch von kommunistischer Seite, der aber niedergeschlagen wurde. Boris Jelzin, ehemaliger KPdSU-Funktionär, konnte als Gegner der Putschisten die Sympathien des Volkes für sich gewinnen. Mit der Rückkehr Gorbatschows auf seinen Posten nach dem gescheiterten Putsch begann auch der Prozess der Auflösung der Sowjetunion. Im Dezember 1991 trat er als Präsident der UdSSR zurück.
  • Russland formiert sich 1990 als unabhängiger Staat, dessen Führung Boris Jelzin als neuer Präsident im Juni 1991 übernimmt. Jelzin stärkt seine präsidiale Macht in der jungen Demokratie enorm und beginnt den Krieg in Tschetschenien, fördert aber auch Wirtschaftsreformen und engere Verbindungen mit den westlichen Nationen
  • Im Januar 2000 übergibt Jelzin die Präsidentschaft an den kurz zuvor zum Premierminister ernannten ehemaligen Geheimdienstchef Wladimir Putin. Auch Putin verfolgt Wirtschaftsreformen und sucht gute Kontakte zum Ausland, insbesondere zum Westen und zu den GUS-Staaten. Kremlkritische Medien sehen sich Verfolgungen des Staatsapparates ausgesetzt.

Unsere Route:

Unsere Highlights:

  • Vladivostok: Hafenstadt am anderen Ende der Welt
  • Transsibirische Eisenbahn: 9.288km durch unglaubliche Weiten – Wodka inklusive
  • Moskau: Kreml, Roter Platz und Bolschoi – zu Gast in der Zarenstadt

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