Laos

Länderinfos

  • Ländername: Demokratische Volksrepublik Laos
  • Klima: tropisches Monsunklima (mit feucht-heißer Regenzeit von Mai bis Oktober, kühlen Monaten von November bis Januar)
  • Lage: Binnenland in Südostasien, das im Norden an China, im Osten an Vietnam, im Süden an Kambodscha und im Westen an Thailand und Myanmar grenzt
  • Größe: 236.800 qkm
  • Hauptstadt: Vientiane (ca. 240.000 Einwohner)
  • Bevölkerung: Laos besaß 2010 ca. 6,7 Mio. Einwohner. Das Nebeneinander zahlreicher Ethnien (offiziell 49) ist Quelle kulturellen Reichtums des Landes, stellt aber im Hinblick auf die weitere Entwicklung zugleich eine große politische Herausforderung dar. Die Bevölkerung lässt sich grob in drei ethnische Hauptgruppen einteilen, die zugleich die geographischen Siedlungszonen beschreiben:
    – Lao Loum (Mehrheitsvolk der Tieflandlaoten) ca. 60%
    – Lao Theung (Mon-Khmer-Völker der Berghänge) ca. 26%
    – Lao Soung (sino-tibetische Volksgruppen des Hochlandes,  insbesondere Hmong und Yao) ca. 13%
    – sonstige offiziell 1% (vor allem Chinesen und Vietnamesen) – Nach Schätzung unabhängiger Beobachter dürfte aber allein der Anteil der chinesischen Bevölkerung inzwischen bei mehr als 5% liegen.
  • Landessprache: Laotisch (Korrespondenzsprachen: Englisch, gelegentlich auch Französisch)
  • Religion: (Theravada-)Buddhismus (ca. 60%), daneben animistische Stammesreligionen, Baha’i, Christen und Muslime
  • Regierungsform: Volksrepublik seit 1975
  • Staatsoberhaupt: Präsident Choummaly Sayasone (seit 08.06.2006, wiedergewählt am 15.06.2011)
  • BIP pro Kopf: 1.090 USD (2012, Weltbankschätzung)
  • Landeswährung: Laotischer Kip (1€ = 10.400 Kip)
  • Wirtschaft: Nach der kommunistischen Machtübernahme wurde ab 1975 zunächst versucht, ein planwirtschaftliches Regime einzuführen. Bereits 1986 wurden marktwirtschaftliche Reformen eingeführt. So wurden nach und nach Preisbindungen und Subventionen abgeschafft, der Wechselkurs des Kip an den Marktkurs angepasst, ein Bankensystem nach westlichem Vorbild eingeführt und private Wirtschaftstätigkeit gefördert. Ziel der Regierung ist es, bis 2020 den Status eines Least Developed Countrys zu verlassen. Die Handelsbilanz ist negativ. Die wichtigsten Exportprodukte sind Holz, Kaffee, Stromenergie und Zinn.
  • Flora & Fauna: Das Land ist etwa zu 50 % bewaldet. Die Regierung möchte jedoch bis 2020 eine Wiederaufforstung von 70 % erreichen. (sogar in der Verfassung verankert) Es gibt sowohl Regenwälder mit tropischen Pflanzen als auch Monsunwälder. Rund 8 % der Wälder werden als Urwald eingestuft. 85% des Landes werden nicht aktiv bewirtschaftet. Laos beheimatet Raubtierarten wie Leoparden und Tiger. Zudem besitzt das Land asiatische Schwarzbären, Gibbons, Königskobras und Phytons. Arbeitselefanten werden wie in den anderen Ländern Südostasiens als Lasttiere eingesetzt. Im Süden des Landes finden sich auch noch einige der vom Aussterben bedrohten Irrawaddy Flussdelphine.

Geschichte

  • Das Land der Lao (Pathet Lao) fand erstmalig im Jahre 1353 Erwähnung als nationalstaatliches Gebilde unter dem Prinzen Fa Ngum mit der Proklamation des Königreiches der Millionen Elefanten unter dem weißen Schirm  (Lan Xang Hom Khao).
  • 1641 erkundete der Niederländer Gerrit van Wuysthoff das Land. Seine Reiseeindrücke sind auf niederländisch und französisch erschienen und gelten als erste europäische Beschreibungen über das Land.
  • Im 17. Jahrhundert zerfiel das Königreich Lan Xang aufgrund von Streitigkeiten innerhalb der Herrscherfamilie in drei Einzelreiche: Luang Prabang in Nordlaos, Vientiane in Zentrallaos und Champassak in Südlaos. Im 18. Jahrhundert kamen diese Einzelreiche teilweise unter siamesische teilweise unter burmesische Herrschaft.
  • 1867 begann mit der Einsetzung August Pavies als Vizekonsul die französische Besetzung. Während des Zweiten Weltkriegs besetzte Japan das Land. Mit dessen Ende und dem damit verbundenen Rückzug der japanischen Besatzer entstand die Idee einer laotischen Nation. Nationale Bewegungen der Lao Issara (wörtlich: Freies Laos) wurden stärker und stärker, um die Rückkehr der Kolonialmacht Frankreich, welche wieder auf die Übernahme drängte, zu verhindern. Obwohl Laos bereits am 12. Oktober 1945 seine Unabhängigkeit erklärte, gab Frankreich erst am 21. Juli 1954 auf der Indochinakonferenz seine Ansprüche in Indochina auf, zog schließlich seine Truppen ab und erkannte Laos’ vollkommene Souveränität an.
  • Am 2. Dezember 1975 übernahm die Pathet Lao die Macht, die „Demokratische Volksrepublik Laos“ entstand.  Vorangegangen war eine Zeit  französischer Kolonisierung, einem Bürgerkrieg mit drei Fraktionen in den 1960er und 1970er Jahren und dem anschließenden „Secret War“.
  • Während des Vietnamkriegs blieb Laos neutral. Die Nordvietnamesen nutzen das Land allerdings als Durchgang nach Südvietnam. Daher wurde Laos von den Amerikanern massiv bombardiert und gehörte in den Jahren 1965 bis 1973 zu den am schwersten bombardierten Ländern.
  • Offiziell wurden diese Aktivitäten  zu dieser Zeit nie von der amerikanischen Regierung bestätigt, daher wird im Zusammenhang von Laos auch von “Amerikas geheimen Krieg” gesprochen.
  • Die formale sozialistische Orientierung des Landes gemischt mit der starken Jahrhunderte alten buddhistischen Prägung und teilweise animistischen Ritualen stellt einen nicht einfach zu fassenden ideologischen Hintergrund dar. Laos befindet sich zwischen Marx und Money im Prozess der Nationsbildung.
  • Durch den Bruch von knapp sechs Jahrhunderten Königreich zum sozialistischen Staat gestaltet sich die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte in Laos wohl auch in Zukunft spannend, wechselhaft und ambivalent.

Unsere Route

Unsere Highlights

  • Vang Vieng: grüne Karstlandschaft zum Genießen
  • Luang Prabang: Französische Kolonialbauten am Ufer des mächtigen Mekong
  • Nong Khiaw: einsames Dorfleben am Nam Ou Fluss
  • Pakse: Charmante Stadt und Tor zum Bolaven Plateau
  • Si Phan Don: 4000 Inseln, der größte Wasserfall Südostasiens und Irrawaddy-Flussdelphine am 14km breiten Mekong

Laos

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