Nong Khiaw

Lange hatte wir uns nach einem kleinen Örtchen gesehnt, dass den großen Tourismusströmen entgangen ist und wo man dem örtlichen Treiben in Ruhe zuschauen kann, ohne gleich auf jeglichen westlichen Luxus, wie einem Bett mit Matratze und Strom, zu verzichten. Hier in Nong Khiaw hatten wir nun endlich einen solchen Ort gefunden. Täglich verirren sich in der Nebensaison gerade mal fünf bis zehn Touristen in das kleine Dörfchen.

Mit herrlichem Balkonblick auf den Nam Ou Fluss und den dahinterliegenden Karstbergen strömte die entspannte Natur förmlich in unsere Zimmer. Leider bedeutete das auch, dass die Natur ihre ganzen Freunde mitbrachte. So zählten Geckos, Motten, andere fliegende Objekte, riesige Tausendfüßler und leider auch Kakerlaken zu unseren Zimmergenossen. Während wir die lachenden Geckos stillschweigend akzeptierten, fiel es uns bei den Kakerlaken sehr schwer.  Jedoch töteten wir eine, kam mindestens eine zur Beerdigung und blieb. Meist war diese auch noch größer als die letzte davor. Ein Teufelskreis. Dennoch genossen wir die Ruhe und ich entdeckte endlich wieder Sport und Yoga für mich. Mit diesem Panorama vor dem Haus und dank netter Menschen bei YouTube waren meine faulen Tage gezählt. Die kleine Krabbe in meinem Bauch, die von Tag zu Tag aktiver wird und sogar Sven erste Purzelbäume und Tritte verfolgen lässt, machte mich auch immer mehr darauf aufmerksam, dass ich nicht immer nichtsnützig im Bett liegen kann.

Leider wurden mir bei einem Wanderausflug auch meine Grenzen aufgezeigt. Mit einer größeren Truppe machten wir uns zu einem Wasserfall auf. Die Hitze hatte ich dank mitgebrachter Wassermassen im Griff und die Wege durch die Reisfelder waren auch ohne Probleme zu bewältigen. Erste Wasserdurchquerungen ließen mich jedoch das erste Mal zweifeln. Als wir dann auch noch kleine Felsen heraufklettern sollten, hatte ich begriffen, dass ich sowas demnächst doch lieber sein lassen sollte. Zum Glück führte mich Sven gekonnt über alle Unwägbarkeiten und brachte mich wieder sicher ins Boot. Während die anderen sich fleißig im Kayak betätigten, blieb ich im Boot und machte brav von allen Fotos. Es war ein wunderschöner Ausflug in das Hinterland und die noch kleineren Dörfer von Laos, der mir zeigte, dass Wanderung zu versteckten Wasserfällen nichts mehr für mich ist.

Andrea

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s