Die Tempel Thailands

Ayuthaya und Sukhothai – die Ursprünge des heutigen Thailands. Zwar nur noch ein Schatten ihres früheren Glanzes, zeigen die beiden früheren königlichen Hauptstädte des alten Siams eindrucksvolle Überreste eines untergegangen Volkes. Mit dem Fall Angkors, stieg das Reich Siams auf. Im 13. Jahrhundert wurde Sukhothai („großes Wohlbehagen bewirkend“) die erste Hauptstadt des Reiches, während des goldenen Zeitalters jedoch nach Ayuthaya verlegt. Noch heute können 21 zum Teil gut erhaltene Tempelanlagen innerhalb des Geschichtspark von Sukhothai bewundert werden.

Dieses Sukhothai ist gut. In den Gewässern gibt es Fische.
Auf den Feldern wächst der Reis. Wer mit Elefanten handeln
möchte, handelt. Wer mit Pferden handeln möchte, handelt.
Wer mit Gold und Silber handeln möchte, handelt.
Die Gesichter der Bürger leuchten.

(Steininschrift)

Unsere Reise führte uns jedoch zuerst nach Ayuthaya. Gut eine Fahrtstunde von Bangkok entfernt brachte ich uns in einem traditionellen, thailändischen Holzhaus mit Flusslage unter – mehr Charme geht nicht. Um die Ruinen der alten Hauptstadt zu erkunden, liehen wir uns Drahtesel aus und machten uns bei brütender Hitze auf den Weg. Auch meine Eltern mussten sich eingestehen, dass spätestens nach dem zweiten Tempel jeder doch sehr dem anderen ähnelt und so berieten wir bei Pizza und Fleischspießen, dass es doch Zeit wäre, den Weg nach Hause einzuschlagen.  Und wie kann man einen Tag traditionell abrunden? Richtig, mit einer Thaimassage. So ließen es sich meine Mutter, Schwester und mein Vater gut gehen, wurden geknetet, verrenkt und am Ende für äußerst ungelenk befunden. Die Masseuse hatte ja auch gut reden, mit ihrem drahtigen Körper…

Auf dem Weg nach Sukhothai machten wir noch einen Abstecher nach Lop Buri. Die eigentliche Sehenswürdigkeiten der Stadt sind nicht ihre zahlreichen Tempel, sondern deren tierischen Besetzer. Affen bevölkern die halbe Stadt, trinken aus Cola-Dosen, klauen den Touristen alles was nicht niet- und nagelfest ist und wenn man nicht aufpasst, so wird man (wie es mir passiert ist) von ihnen besprungen und in die Schulter gebissen – Tollwut lässt grüßen. Der Wunsch meiner Mutter wurde erfüllt und unser Weg führte also weiter nach Sukhothai. Die deutlich besser restaurierten Anlagen eigneten sich deutlich besser für eine entspannte Tour zurück in eine längst vergessene Zeit.

Sven

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