Ko Chang

Chang bedeutet in Thai „Elefant“. Die Insel der Elefanten sollte unser erstes Ziel mit unserem ersehnten Heimatbesuch werden. Kaum das wir Svens Eltern und seine kleine Schwester vom Flughafen abgeholt hatten, saßen wir auch schon im eigens gemieteten Wagen nach Ko Chang. Trotz des Namens war ich etwas skeptisch auch nur einen Elefanten auf der Insel anzutreffen. Jedoch sollte ich eines Besseren belehrt werden. Nicht nur Büsche und Skulpturen, die aussahen wie Elefanten, nein auch echte Elefanten, wenn auch domestiziert, säumten unseren Weg zu unserem kleinen aber feinen Resort. Ich war jetzt schon hin und weg. Endlich mal wieder Tiere, die größer waren als wir. Echte Kolosse. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich selber nicht, dass ich mich so für Elefanten begeistern kann, aber mit der Freude eines Kindes konnte ich es gar nicht abwarten, endlich meinen ersten thailändischen Elefanten zu bewundern.

Aber auch unser kleines Resort hatte mich schnell überzeugt. Ich weiß, eigentlich spricht uns das alte Backpackergesetz nur ein Zelt, oder alte bzw. etwas schäbige Hostels zu, aber spätestens als ich den herrlichen Pool gesehen hatte, wusste ich schon gar nicht mehr, wie man Backpacker eigentlich schreibt, geschweige denn was das eigentlich sein soll. Ich fühlte mich sofort wohl. Für die nächsten zwei Wochen konnten wir all unsere täglichen Sorgen einfach mal Sorgen sein lassen und es genießen, betüdelt zu werden.

Natürlich wehte auch ein neuer Zimdahl-Wind im Lande Thailand. Hier gab es keine Faulenzertage, nein hier wurde die Insel entdeckt. So planten wir einen Angeltrip aufs offene Meer, auf meinen Wunsch hin, schrieben uns für eine Elefantentour und eine Dschungelwanderung ein, und organisierten eine Insel-Einkaufstour. Natürlich war das für mich Faultier ein Marathonlauf und ich hätte sicher gerne die eine oder andere Stunde länger geschlafen, aber ich wurde auch reichlich entlohnt, zumindest bei der ein oder anderen Tour. So sollte zum Beispiel mein geliebter Angeltrip zu einem Ereignis werden, dass ich mir lieber erspart hätte. Irgendwie gibt es manche Tage in meinem Leben, an dem ich leichten Wellengang nicht so richtig vertrage. So auch an diesem. Während Svens Familie – er selbst war eher ein unglücklicher Angler – einen Fisch nach dem anderen aus dem Wasser zog, hing ich leidend über der Reling und versuchte all die bunten Fische mit meinem Frühstück anzulocken. Das klappte teilweise besser als gedacht. Wenn ich mal nicht fütterte, versuchte ich auch zu fischen, manchmal tat ich auch einfach beides gleichzeitig. Aber am Ende gab ich mich geschlagen und ruhte wehleidig auf meiner Bank irgendwo am Ende des Schiffs. Wenigstens hatten die anderen ihren Spaß.

Weiter ging es dann auf dem Rücken der Inselelfanten. Erst wurden sie gewaschen. Sven, Anna und Papa Zimdahl durften auch mal Hand anlegen und ordentlich im Fluss die Elefanten schrubben. Manch einem Putzer, Namen werden an dieser Stelle natürlich nicht genannt, stand da auch mal die blanke Angst ins Gesicht geschrieben. Wenn so ein dreitonnen Koloss plötzlich im Wasser verschwindet und man selbst noch drauf sitzt, kann das auch schon mal Unruhe verbreiten. Bei der Wanderung auf dem Elefanten durch den Wald, war dann aber alle Angst verschwunden – tolle Tiere mit ziemlich großen Köpfen.

Zum Thema Dschungelwanderung kann ich nur sagen, passende Schuhe sind Gold wert, suche dir deinen Vorder- und Hintermann bei einer 100 m Wasserfallüberquerung gut aus, auf glitschigen Steinen kann man ausrutschen, und wer hat eigentlich gesagt, dass Affen im Dschungel leben. Die wohnen nämlich neuerdings auf Stromleitungen.

Andrea

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