Halong Bay

Wer hat diese Bilder noch nicht gesehen? Steile Karstberge ragen aus klarem Meerwasser mehrere hundert Meter empor und bilden damit eine unvergleichliche Küstenlandschaft. Die Halong-Bucht ist DAS Ausflugsziel für jeden Vietnam-Reisenden. Schon vorher hatten wir jedoch Horror-Geschichten über die unterschiedliche Qualität und stark abweichende Preise gehört – ein Touristenfänger halt. Und so waren wir nicht unglücklich, als uns unser Hotel in Hue ein vermeintliches Spitzenangebot unterbreitete. Zwei Tage Boot, inklusive Verpflegung & Transport und das alles mit einer angesehenen Reiseagentur. Gut, wenn man das schon mal auf dem Silbertablett angeboten bekommt, warum dann nicht zuschlagen?  Aber Pustekuchen… Es ging schon mit dem Abholservice in Hanoi los. Statt das wir am Busbahnhof der Stadt abgesetzt und von dort in ein Hotel gebracht wurden, machten wir bereits vor den Stadtgrenzen halt und mussten auf das gute Wort eines Einheimischen vertrauen, der sich um alles kümmern wollte. Das Taxi bis zum Hotel müssten wir jedoch selbst beschreiten – war doch aber schon vorher zu erwarten, oder? Naja, nachdem wir schließlich von Hotel A zur Agentur B begleitet wurden, sackte man uns in einem überfüllten Minibus ein, der statt drei deutlich über vier Stunden benötigte. Und das ohne Klimaanlage und einer Beinfreiheit, bei der sich selbst die sieben Zwerge beschwert hätten. Achso, die Agentur war natürlich auch eine andere und anstelle von 14 Leuten – so wie in der Ausschreibung beschrieben – waren wir mit ca. 25 Leuten auf dem Boot. Die Laune erreichte ihren Tiefpunkt, als wir die Preise auf der Getränkeliste zu Augen bekamen…

Aber was soll’s – Mund abputzen und das Beste draus machen. Und nachdem wir (typisch deutsch) fertig waren mit dem Rumnörgeln, entwickelte sich das Ganze zu einer netten Tour. Wie sich herausstellte blieben nämlich nur 14 Passagiere nachts auf dem Boot und unsere Gruppe (u.a. mit einer Dänin, einem Tschechen und 4 Finnen) hinterließ auch einen guten Eindruck. Nachdem das exzellente Essen schließlich auch die hungrigen Mäuler stopfte und wir uns in eine beeindruckende Höhle mitten in einem der Karstberge befanden, war der Ärger verflogen. Es folgten entspannte Stunden auf Deck, im Kanu oder im Falle von Dirk bei einem nächtlichen Entermanöver in Piratenmanier auch mal auf dem Nachbar(PARTY)boot. Mich raffte es bereits in den frühen Abendstunden danieder und so gönnte ich mir meinen verdienten Schönheitsschlaf, der nur durch aktive Kakerlaken, raschelnde Ratten und eine morgendliche Piratensuchaktion unterbrochen wurde. Aber Captain Jack Sparrow fand trotz Rumüberdosis zurück in sein Quartier und so segelte die Black Pearl am nächsten Tag sicher in seinen sicheren Heimathafen zurück…

Ende gut, alles gut…

Sven

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