Mai Chau

Wir wären ja keine guten Gastgeber für Dirk gewesen, wenn wir ihm das Hochland Vietnams vorenthalten hätten. Sapa –  das Trekking-Zentrum des Landes –  war aufgrund der langen Anreise leider keine Option für uns. Blieb Mai Chau, ein Geheimtipp unter vielen Einheimischen. Hier können Besucher noch die Ursprünglichkeit einheimischer Thai-Stämme (nicht zu verwechseln mit Thailändern) bewundern. Und das Ganze ohne die lästigen Touristenmassen und aufdringliche Verkäufer. Eingebettet in steile Berghänge zeigt sich das Tal von Mai Chau als ein Meer von Reisfeldern. Pünktlich zur Erntezeit machte sich unsere neunköpfige Reisegruppe per Fahrrad daran, die Umgebung der idyllischen Stadt zu erkunden. Selbst Andrea, der empfohlen wurde, die Tour aufgrund ihrer Schwangerschaft lieber auszulassen, radelte so freudig durch das grüne Tal. Umgeben von fleißigen Farmern, die ihre Reisernte einholten, schafften wir es, Dirk den perfekten Abschluss seines Trips zu bieten.

Unsere lustige Truppe rund um zwei verrückte Kumpels aus Jugendzeiten, der eine aus Las Vegas, der andere aus London, hatte schließlich eine gewissen Eigendynamik entwickelt. Am Anfang stand noch eine traditionelle Show der Thai, welche mit einem Tanz (unter aktiver Beteiligung der Reisenden) und dem Konsum von süß-süffigen Reiswein gekrönt wurde. Infolge dessen kannte die Kreativität der männlichen Anwesenden (die weiblichen hatten sich bereits in ihre Schlafgemächer zurückgezogen) keine Grenzen mehr und das Kreieren von Titeln anzüglicher Filme erfreute sich höchster Beliebtheit. Insbesondere unsere angelsächsischen Begleiter waren über die berühmten Zeilen „Warum liegt hier Stroh? Warum trägst du eine Maske? …“ so begeistert, dass diese zum Running Gag wurden. Am zweiten Tag stand abschließend der Besuch einer Höhle, hoch oben über der Stadt, auf dem Programm. Bei drückender Hitze mussten dafür allerdings über 1.000 Stufen erklommen werden. Hätte ich vorher gewusst, wie anstrengend diese Tortur für meinen reisemüden Körper wird, ich wäre wohl bei Andrea im Schatten geblieben und hätte mir das ein oder andere Bierchen genehmigt. Aber auch so blieb uns Mai Chau in guter Erinnerung, nicht zuletzt dank unserer fürsorglichen Reiseführerin May, deren Eltern ihr anscheinend immer noch nicht verziehen haben, dass sie nach Ende ihres Finanzstudiums als selbstständiger Guide in der Tourismusbranche tätig ist. Das Talent dafür hat sie aber allemal…

Sven

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